BIOPROZESSAUTOMATION:
Digitale Fabrik: Industrie 4.0 und Automation lebensmittel- und biotechnologischer Prozesse

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ZWECK DES KURZLEHRGANGES

Die hohe Aktualität des Themenfeldes zu Industrie 4.0 betrifft den Einzug des Internets der Dinge und Dienste in die Fabrik und die potentielle weltweite Vernetzung cyberphysikalischer Systeme auf dem Weg der entstehenden digitalen und intelligenten Fabrik. Auch im Rahmen der aktuellen deutschen G20-Präsidentschaft werden sich diesjährig erstmalig die G20-Digitalminister treffen, um eine gemeinsame digitale Zukunftsgestaltung zu thematisieren.

Vor diesem Hintergrund widmet sich der Kurzlehrgang "Automation lebensmittel- und biotechnologischer Prozesse" vom 21.03. bis zum 23.03.2017 erstmalig dem Schwerpunkt der Digitalen Fabrik im Sinne der Entwicklungen zu Industrie 4.0 in der Automation lebensmittel- und biotechnologischer Prozesse.

Dieser Kurzlehrgang hat das Ziel, den aktuellen Stand des Wissens und der Technik bezüglich der Anwendung moderner informationstechnologischer Methoden zur Integration und Umsetzung einer digitalen oder smarten Fabrik aus verschiedenen Blickwinkeln im Detail aufzuzeigen und die Teilnehmenden hinsichtlich der Potentiale und Herausforderungen anzuleiten. Gleichzeitig soll der Kurzlehrgang eine Plattform darstellen, das bestehende Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden, auch durch Diskussionen mit den Vortragenden, umfassend zu ergänzen.

Abseits der Vorträge werden bekannte Unternehmen ihre Produkte und Lösungen für die Integration smarter Produktionsprozesse auf dem Weg zur digitalen Fabrik vorstellen und den Teilnehmenden für Fragen zur Verfügung stehen. Im Rahmen von Vorführungen werden die Teilnehmenden auch die Gelegenheit haben, die verschiedenen Softwarepakete in sorgfältig vorbereiteten Anwendungsbeispielen im Einsatz sehen. Im Rahmen der Vorträge selbst treten die Produktvorstellungen dagegen in den Hintergrund, da sie ausschließlich der Wissensvermittlung dienen.

Inhalt des Kurzlehrganges

Der Kurzlehrgang gibt zunächst eine Einführung in die Potentiale und Herausforderungen des Transformationsprozesses zu digitalen Industrieunternehmen mit Fokus auf die Lebensmittel- bzw. Prozessindustrie.

Am ersten Thementag werden Herausforderungen der industriellen Umsetzung auf dem Weg zu Industrie 4.0 dargelegt und herausgearbeitet. In diesem Zusammenhang wird außerdem die Bedeutung einer ganzheitlichen und innovativen Prozessbeobachtung thematisiert. Dabei werden sowohl der Stand der Technik und Chancen der Digitalisierung aufgegriffen, als auch neuartige Ansätze und deren Potential vorgestellt. Darauf aufbauend werden Ansätze einer ganzheitlichen Prozessmodellierung und -simulation im Sinne eines Virtuellen Engineerings der gesamten Produktionskette hergeleitet und diskutiert. Der Tag endet mit Softwarevorstellungen.

Am zweiten Thementag steht die Betrachtung verschiedener konkreter Anwendungsfelder und Branchen im Fokus. So widmet sich der erste Vortragsblock verschiedenen Perspektiven der Industrie 4.0 in der Brau- und Getränkeindustrie. Der zweite Vortragsblock fokussiert Aspekte der Prozesstechnik und Automatisierung in der Backbranche. Anschließend wird die Betrachtung biotechnologischer Prozesse am Beispiel nachhaltiger Abwasseraufbereitungsstrategien aufgegriffen. Dabei steht die modellbasierte adaptive Prozessführung vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Prozessautomatisierung. Der Tag endet mit Softwarevorstellungen und einem daran anschließenden gemeinsamen Abendessen.

Am dritten und letzten Thementag werden vormittags flexible und modulare Gestaltungsansätze aus der industriellen Praxis aufgegriffen und im Detail vorgestellt. Hier stehen ganzheitliche Ansätze im Sinne eines agilen Engineerings im Fokus. Außerdem wird eine modulare Prozessautomatisierung auf Basis etablierter Industriestandards thematisiert und erläutert. Anschließend wird vor dem Hintergrund Big Data und Industrie 4.0 in der Prozessindustrie die Integration zu Smarten Lebensmitteln konkretisiert. Abrundend und ausblickend werden vor die Herausforderungen in Logistikprozessen und Supply Chains aufgegriffen. Die Chancen einer Digitalisierung gewinnen auch im Rahmen einer Servitization zunehmend an Bedeutung im industriellen Umfeld.

Termine und Programm